Interview mit Mathematiklehrer Eric Nitschke

Wie gehen die Lehrerinnen und Lehrer der SRH Oberschule Dresden mit der derzeitigen Situation um und was sind ihre Gedanken zum Online-Unterricht? Unser Mathematiklehrer Eric Nitschke beantwortet dazu Fragen.

Mathematiklehrer Eric Nitschke an der SRH Oberschule Dresden im Interview. Foto: Alice Kleinstück

Wie hat sich der Übergang zum Online-Unterricht auf deine Arbeit als Lehrer ausgewirkt?

Die technische Umstellung an der Oberschule lief relativ problemlos. Die Vorbereitungs- und Ausarbeitungszeit hat sich allerdings erhöht, da neue Themen möglichst ohne Fragen erlernbar sein sollten. Alles in allem war der Übergang zum Online-Unterricht eine Herausforderung, aber wir haben gezeigt, dass Schule von zuhause aus gut möglich ist.

Welche Vorteile bringt der Unterricht in digitaler Form in Bezug auf den Lehrplan?

Die Schülerinnen und Schüler unserer Oberschule sind in ihrer Planung noch flexibler und darüber hinaus noch selbstbestimmter in ihrem Arbeiten. Dies fordert ein gewisses Maß an (Selbst-)Disziplin und Verantwortung, gleichzeitig fördert es aber auch ihre Persönlichkeitsentwicklung.

Welche Kompetenzen können Schüler durch den Online-Unterricht stärken oder aneignen?

Unsere Schülerinnen und Schüler können nicht nur ihre Recherchekompetenz erhöhen, sondern auch lernen welche (technischen) Möglichkeiten es gibt sich von zuhause aus Vorträge oder Projekte zu erarbeiten oder sich über diese mit ihren Klassenkameraden abzustimmen. Diese Fähigkeiten werden ihnen in ihrer Zukunft sehr nützlich sein.

Gibt es etwas, was du besonders am "normalen" Schulalltag vermisst?

Ich vermisse die Herausforderungen, die entstehen, wenn viele junge und verschiedene Persönlichkeiten aufeinandertreffen und sich eine Gruppendynamik entwickelt. Mir fehlt sozusagen die direkte Arbeit mit meinen Schülerinnen und Schülern.

Wie versuchst du deine Schüler zu motivieren und zu unterstützen, damit sie auch daheim erfolgreich lernen?

Motivation und Erfolg bedingen sich. So sind auch die Aufgaben ausgearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, innerhalb einzelner Aufgaben zu wählen. Leistungsschwächere können ebenso Erfolge feiern. Der Umfang der Aufgaben ist auch relativ, damit die Schülerinnen und Schüler nicht gleich erschlagen werden, wenn sie die Aufgaben sehen. Ich finde es wichtig, gerade jetzt, die Dinge in Perspektive zu setzen.