Inklusion an der Oberschule

Bildung für alle ermöglichen

Das System der Inklusion an einer Schule ermöglicht es, Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam zu unterrichten.

Durch die Bereitstellung bestimmter Methoden kann so jedes Kind individuell gefördert und unterstützt werden. Zudem erlernen die Schülerinnen und Schüler frühzeitig, wie unterschiedlich und besonders jeder Mensch ist.

Das Leitbild der Inklusion zielt – im Gegensatz zur Integration – auf alle Menschen und setzt damit das Ziel, Schule für alle Schüler (und auch für alle Lehrer) zu einem anregenden und angenehmen, fördernden und herausfordernden Ort des Lernens zumachen. Die ganze Schule gewinnt.

(Wilfried W. Steinert)

 

Flur in der SRH Oberschule Dresden

Was bedeutet Inklusion genau?

Eine inklusive Pädagogik beschreibt einen Ansatz, der im Wesentlichen auf der Wertschätzung der Vielfalt beruht.

In einem inklusiven Bildungssystem lernen Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam.

Die Aufgabe des Bildungssystems besteht darin, durch Bereitstellen von speziellen Mitteln und Methoden jeden Schüler individuell zu unterstützen und zu fördern.

Nicht das Individuum muss sich demnach an ein bestimmtes System anpassen, sondern das System muss umgekehrt die Bedürfnisse aller Schüler berücksichtigen und sich gegebenenfalls anpassen.

Was unterscheidet die Inklusion von der Integration?

Die Inklusion kann als eine konsequente Weiterführung der Integration betrachtet werden, die Begriffe bedeuten jedoch nicht dasselbe.

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Integration das Hineinnehmen eines Menschen (z. B. Schüler mit einer Behinderung) in ein bereits existierendes System (z.B. Schule) beschreibt. Dabei ändert sich nicht die Schule, sondern der integrierte Schüler muss sich anpassen.

Die Inklusion möchte von Anfang an ein gemeinsames System für alle Menschen, ohne dass jemand ausgegrenzt oder stigmatisiert wird.

Inklusion meint demnach nicht nur eine Integration von "Abweichenden" in eine gleichbleibende Umgebung, sondern auch die Anpassung dieser Umwelt an die jeweiligen Voraussetzung der Menschen.

Wie wird Inklusion an freien Oberschulen umgesetzt?

An einer Oberschule können Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unter bestimmten Voraussetzungen integrativ beschult werden.

Die Schüler werden zielgleich unterrichtet und erhalten eine besondere Förderung oder extra Förderstunden durch speziell dafür geschulte Pädagogen.

Durch das gemeinsame Lernen werden in hohem Maße soziale Kompetenzen entwickelt und die individuellen Lernmöglichkeiten gefördert.

Zudem sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • barrierefreies Schulhaus
  • Zusammenarbeit mit Fachdiensten (z.B. Blindenschule Chemnitz)
  • Austausch mit Sozial- und Jugendämtern (Hilfeplangespräche, Förderpläne)

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