Genehmigte & anerkannte Schulen

Wo liegt der Unterschied?

Um die Frage zu klären, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen genehmigten und anerkannten Schulen gibt, muss zunächst das Prinzip der Ersatzschule erläutert werden.

Diese dienen als “Ersatz” für öffentliche Schulen und müssen deshalb in ihren wesentlichen Merkmalen einer Schulart des öffentlichen Schulwesens entsprechen - einer Grundschule, einer Oberschule oder einem Gymnasium.

Die Bildung, Ausstattung, Erziehung, fachlichen Kenntnisse und Qualifikation der Lehrer müssen mindestens dem Niveau der entsprechenden öffentlichen Schulen gleichgestellt sein. Eine Ersatzschule kann jedoch in ihren Lehr- und Erziehungsmethoden von denen an öffentlichen Schulen abweichen.

Die Ersatzschulen können in genehmigte und anerkannte Schulen unterteilt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer anerkannten und einer genehmigten Ersatzschule?

Eine genehmigte Ersatzschule hat das Recht, Kinder und Jugendliche zur Erfüllung der Schulpflicht aufzunehmen. Demzufolge kann die Schulpflicht erfüllt, aber kein Schul- oder Berufsabschluss erworben werden. Inhaltlich bestehen für das Schulkonzept größere Spielräume, z.B. bei den Methoden der Bewertung von Schülerleistungen.

Möchte ein Schüler einer genehmigten Oberschule an ein staatlich anerkanntes Gymnasium wechseln, ist dies nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich. Diese werden dann zwischen dem aufnehmenden Gymnasium und der Sächsischen Bildungsagentur abgestimmt.

Wollen Schüler einer genehmigten Ersatzschule einen Schul- oder Berufsabschluss erwerben, müssen sie mit Erfolg an der Schulfremdenprüfung der jeweiligen Schulart teilnehmen. Die Abschlussnoten ergeben sich nur aus den Prüfungsnoten. Vornoten finden keine Berücksichtigung. Die Anzahl der abzulegenden Prüfungen sind höher als die an der öffentlichen Schule.

Eine genehmigte Ersatzschule kann nach 3 Jahren ungebrochenen Betriebs den Antrag auf staatliche Anerkennung stellen.

Die staatlich anerkannte Ersatzschule kann darüber hinaus, ebenso wie öffentliche Schulen, Bildungsempfehlungen erteilen, Schulabschlüsse vergeben und Prüfungen selbst durchführen. Dabei bestimmt die Schulaufsichtsbehörde die Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse.

Anerkannte Ersatzschulen müssen dauerhaft all jene Anforderungen erfüllen, die auch an entsprechende öffentliche Schulen gestellt werden. Die Prüfung der zu erfüllenden Anforderungen obliegt der Sächsischen Bildungsagentur.

Wie kann eine genehmigte Ersatzschule die
Anerkennung erlangen?

Die staatliche Anerkennung einer Schule kann frühestens drei Jahre nach deren Gründung erreicht werden. Das Verfahren ist in der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultur über die Genehmigung und Anerkennung von Schulen in Freier Trägerschaft geregelt.

Die SRH Oberschule strebt die Anerkennung zum Schuljahr 2018/19 an und wird diese im Schuljahr 2017/18 beantragen.

Wenn Sie noch mehr zu anerkannten und genehmigten Ersatzschulen erfahren möchten, kontaktieren Sie uns einfach und wir beantworten all Ihre Fragen.

Jetzt kontaktieren